Interessenten zu Kunden machen

6 Beispiele, wie Social Proof Online-Conversions steigern kann, während Geschäfte ihre Türen wieder öffnen

Mittwoch, 3. Juni 2020

Social Proof ist ein Beleg, der bekräftigt, dass eine Person, ein Unternehmen, ein bestimmter Service oder ein bestimmtes Produkt großartig ist, und gleichzeitig vermittelt, dass andere Käufer bereits sehr zufrieden waren.

Kurz gesagt: Social Proof manifestiert sich in allen positiven Aussagen über Sie, Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt.

Das Konzept an sich mag so alt sein wie das Marketing selbst, doch der Aufstieg der sozialen Medien und unsere aktuelle Wirtschaftslage haben die Bedeutung des Social Proofs und seinen Einfluss auf Conversion-Rates erhöht.

Richtig genutzt, können die Meinungen anderer Verbraucher heuzutage dazu beitragen, mehr Besucher in Kunden zu verwandeln. Auf diese Weise kann Social Proof als unabhängige Bestätigung die Vertrauenswürdigkeit von Unternehmen erhöhen. Tatsächlich hat eine Studie von Canvas8 und Trustpilot ergeben, dass weltweit 89 % der Verbraucher das Lesen von Bewertungen als festen Bestandteil ihrer Customer-Journey erachten und dass für 49 % von ihnen positive Bewertungen zu den drei wichtigsten Einflussfaktoren auf ihr Kaufverhalten zählen.

Nachdem zahlreiche Länder nun nach und nach ihre Lockdown-Beschränkungen lockern, bereiten sich viele Ladengeschäfte auf die Wiedereröffnung vor. Da Verbraucher zurzeit die Mehrheit ihrer Einkäufe online erledigen, könnte es allerdings zu einem generellen Rückgang von Online-Conversions kommen, wenn Geschäfte in Stadtzentren ihre Türen wieder öffnen.

Um E-Commerce-Unternehmen in dieser Situation zu unterstützen, haben wir daher 6 Möglichkeiten zusammengestellt, wie Unternehmen mithilfe von Social Proof ihre Conversion-Rate steigern können.

6 Beispiele, wie Sie mithilfe von Social Proof Ihre Online-Conversions steigern, wenn Ladengeschäfte wieder öffnen

1. Bewertungen

Verbraucher verlassen sich auf Online-Bewertungen, bevor sie sich heutzutage für oder gegen einen Onlinekauf entscheiden. Daher ist es für Unternehmen wichtig, sich die Bewertungen als Social Proof zunutze zu machen.

Dieselbe Studie von Trustpilot und Canvas8 ergab, dass gegenwärtig 55 % der Verbraucher ein offenes und transparentes Bewertungsportal vorziehen, und 49 % von ihnen glauben, dass es viele unehrliche Unternehmen gibt, die Kundenbewertungen manipulieren, um ihre Reputation zu verbessern.

Auf einem offenen Portal steht es allen frei, eine Bewertung zu schreiben, solange die vom Portal festgelegten Richtlinien eingehalten werden, und verifiziertes, echtes Kundenfeedback kann dort von Unternehmen weder verändert noch gelöscht werden. Wenn Sie erwägen, ein Bewertungsportal zu nutzen, sollten Sie sich daher für ein freies Portal entscheiden, das authentische, echte Bewertungen von Kunden präsentiert.

Die Präsentation von Online-Bewertungen auf möglichst vielen Kanälen (in den sozialen Medien, Online-Shops, bezahlten Anzeigen usw.) ist eine großartige Möglichkeit, das Vertrauen der Kunden im Verlauf der gesamten Customer-Journey zu stärken. Hier sind einige Beispiele von Marken, die sich ihre Bewertungen erfolgreich als Social Proof zunutze machen:

Social Proof durch Bewertungssterne und Kundenbewertungszitate auf der Website von Fabletics

Social Proof durch Bewertungssterne und Kundenbewertungszitate auf der Website von Fabletics

Social Proof durch Bewertungssterne, TrustScore und Kundenbewertungszitate auf der Website von Jewelers Mutual

Social Proof durch Bewertungssterne, TrustScore und Kundenbewertungszitate auf der Website von Jewelers Mutual

Social Proof durch Bewertungssterne in einer Instagram-Anzeige von Harry’s

Social Proof durch Bewertungssterne in einer Instagram-Anzeige von Harry’s

2. Live- oder dynamische Daten

Verbrauchern dabei zu helfen, basierend auf den Erfahrungen anderer Kunden eine Entscheidung zu treffen, ist nicht immer einfach. Wenn Sie jedoch möglichst viele Live- oder dynamische Daten bereitstellen, kann dies einen enormen Unterschied in Ihrer Conversion-Rate machen. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, die nachfolgenden Informationen in Ihre Produktseiten einzubinden:

  • die Anzahl der Besucher, die sich momentan die gleiche Produktseite ansehen
  • die Anzahl der Kunden, die den präsentierten Artikel in den letzten 24 Stunden gekauft haben
  • andere Artikel, die Kunden gekauft haben, nachdem sie sich diese Seite angesehen haben
  • Bestseller der Woche oder des Monats

Während der gesamten Customer-Journey Dringlichkeit zu vermitteln, kann sich als wirkungsvolle Methode erweisen, die Conversions Ihres Unternehmens zu erhöhen.

Hier sehen Sie ein paar Beispiele, wie Sie sich Live-Daten direkt auf Ihrer Website als Social Proof zunutze machen können:

Beispiel für Live-Daten als Social Proof: „trending now! many sold in the last 48 hours“

Beispiel für Live-Daten als Social Proof: „trending now! many sold in the last 48 hours“

Beispiel für Live-Daten als Social Proof: „SELLING FAST“

Beispiel für Live-Daten als Social Proof: „SELLING FAST“

3. Nutzergenerierte Inhalte

Nutzergenerierte Inhalte umfassen jegliche Art von Inhalten, wie beispielsweise Bewertungen, Blogartikel, Diskussionen, Fotos oder Videos, die von Kunden erstellt wurden und für andere öffentlich zugänglich sind.

Studien zeigen, dass nutzergenerierte Inhalte 50 % mehr Vertrauen genießen als konventionelles Marketing. Daher ist Mundpropaganda inzwischen eines der mächtigsten Marketinginstrumente, und Kunden als Fürsprecher zu gewinnen, stellt für Unternehmen eine der lohnendsten Investitionen dar.

Daniel Wellington macht sich dazu sein Instagram-Konto zunutze, indem der Uhrenhersteller Kunden auffordert, Fotos von sich selbst, in denen sie eine seiner Uhren tragen, mit dem Hashtag #DanielWellington zu teilen, und indem er mit dem Hashtag #DWPickoftheDay jeden Tag das beste Foto auswählt. Diese Vorgehensweise animiert Kunden zur Teilnahme und erhöht die Sichtbarkeit der Marke Daniel Wellington.

Beispiel für nutzergenerierte Inhalte als Social Proof: Kundenfoto als „Pick of the Day“ auf dem Instagram-Konto von Daniel Wellington

Beispiel für nutzergenerierte Inhalte als Social Proof: Kundenfoto als „Pick of the Day“ auf dem Instagram-Konto von Daniel Wellington

Und Daniel Wellington ist nicht die einzige Marke, die nutzergenerierte Inhalte einsetzt, um ihr Marketing zu stärken. Auch GoPro teilt die Bilder seiner Kunden, um seine Produkte auf sozialen Kanälen zu bewerben.

Beispiel für nutzergenerierte Inhalte als Social Proof: Kundenfoto des Tages auf dem Instagram-Konto von GoPro

Beispiel für nutzergenerierte Inhalte als Social Proof: Kundenfoto des Tages auf dem Instagram-Konto von GoPro

Kunden zur Erstellung von Inhalten anzuregen, ist eine großartige Möglichkeit, um neue Besucher anzusprechen, die Loyalität von Bestandskunden zu stärken und Ihre Marketingkanäle mit Social Proof zu schmücken.

4. Medienpräsenz

Wenn Ihr Unternehmen kürzlich in den Medien erwähnt wurde, kann es nützlich sein, diese Medienpräsenz auch auf Ihrer Website zu kommunizieren.

Egal ob Fernsehwerbung, Zeitschriftenartikel oder wohlwollende Presseberichte – jede Medienpräsenz stärkt die Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit Ihres Unternehmens gegenüber neuen Besuchern und potenziellen Kunden und führt schnellere Kaufentscheidungen herbei.

Aus diesem Grund stellt auch die berühmte australische Kosmetikmarke Sand & Sky ihre Medienerwähnungen auf der Homepage ihrer Website zur Schau, um gleich zu Beginn der Customer-Journey ihre Glaubwürdigkeit zu manifestieren.

Social Proof durch Medienerwähnungen auf der Homepage von Sand & Sky

Social Proof durch Medienerwähnungen auf der Homepage von Sand & Sky

5. Endorsements durch Influencer

Im letzten Jahr haben wir einen weltweiten Vertrauensrückgang von 11 % beobachtet, wobei nur 71 % der Kunden angaben, dass sie Verbrauchermarken vertrauen. Dies zeigt deutlich, dass Eigenwerbung von Unternehmen schlichtweg nicht ausreichend ist. Marken benötigen unabhängige Bestätigung in Form von Kundenfeedback, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen.

Influencer oder Micro-Influencer als Markenbotschafter zu finden, mag schwierig erscheinen, es wird Ihnen jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit dabei helfen, den Bekanntheitsgrad Ihrer Marke zu steigern, das Wachstum Ihres Unternehmens voranzutreiben und somit mehr Conversions zu erzielen.

Micro-Influencer, die sich für gewöhnlich auf ein spezielles Nischengebiet konzentrieren, sind dabei meist die bessere Anlaufstelle. Das bedeutet, dass es Ihnen eher gelingen wird, bei einer Kontaktaufnahme ihr Interesse zu wecken und die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe zu gewinnen, wenn sie Ihre Marke bewerben.

Wenn Sie hingegen den Schuhen eines „kleinen“ Unternehmens bereits entwachsen sind, könnten größere Influencer die bessere Wahl für Sie sein. Empfehlungen durch Influencer können in Form bezahlter oder unbezahlter Testimonials erfolgen. Das Versenden einiger Produkte oder das Anbieten einer kostenfreien Dienstleistung an einen Influencer kann Ihnen kostenlose Social-Media-Werbung einbringen.

Wenn es Ihnen gelingt, bestimmte Inhalte über „berühmte“ Influencer in den sozialen Medien zu verbreiten, führt das automatisch dazu, dass Ihre Zielgruppe auch mehr Interesse an Ihren eigenen Inhalten hat, was wiederum dazu beiträgt, Ihre Conversions zu steigern.

Je bekannter Ihre Marke ist, desto einfacher ist es, „Prominente“ für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Wenn Sie bereits zu den besser etablierten Unternehmen zählen, sollten Sie entsprechend erwägen, dem Beispiel von Aveeno zu folgen und größere Influencer oder Prominente anzusprechen.

6. Kundenbeispiele

Auch Kundenbeispiele oder ausführliche Erfahrungsberichte zählen zu hochwertigem Social Proof. Sie bieten Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit, die Erfahrungen anderer Kunden mit ihrer Marke ins Rampenlicht zu rücken. Zudem sind sie bestens dazu geeignet, Besuchern Ihrer Website zu vermitteln, was sie von Ihrem Unternehmen erwarten können.

Indem Sie Erfolgsgeschichten präsentieren, können Sie gleich zu Beginn der Customer-Journey nicht nur Ihre Glaubwürdigkeit stärken, sondern neuen Besuchern auch wertvolle unabhängige Bestätigungen anderer Kunden bieten. Social-Media-Beiträge und kurze Videos sind zwei der beliebtesten Methoden, Erfolgsgeschichten zu teilen!

So hat HiSmile seinen Kundengeschichten und Erfahrungsberichten beispielsweise gleich ein ganzes Instagram-Konto gewidmet und präsentiert auf diese Weise echte Ergebnisse von echten Menschen.

Social Proof durch Kundenbeispiele auf dem Instagram-Konto von HiSmile

Social Proof durch Kundenbeispiele auf dem Instagram-Konto von HiSmile

Die Wiedereröffnung von Ladengeschäften kann sich auf die Conversion-Rates von Online-Shops auswirken. Diese 6 Social-Proof-Beispiele helfen Ihnen hoffentlich dabei, Besucher Ihrer Website auch weiterhin in Kunden zu verwandeln, während sich unser Leben langsam wieder normalisiert.

Wenn Sie mehr über den Einfluss von Social Proof erfahren möchten, lesen Sie auch unseren Bericht zur Rolle von Vertrauenssignalen in der Customer-Journey:

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